Meditation

In der Meditation verfällt der Geist in tiefe Konzentration und findet Zugang zu jener stillen und friedlichen Achtsamkeit, die im Grunde immer vorhanden ist. Körper und Geist kommen in der Meditation zur Ruhe und fühlen sich danach frisch und rundum erneuert an. Unser energetischer Abdruck verändert sich, das ist bereits nach einer Woche Meditation zu spüren und oft auch zu sehen. Doch wenn du dich auf dein Meditationskissen begibst, will dein Geist einfach keine Ruhe geben. Oft ist unser Geist aktiv wie ein kleiner Affe, der von Ast zu Ast springt. Dann hängen wir förmlich an unseren Gedanken, können sie kaum loslassen und kommen immer wieder in eine Gedankenspirale.

Das Wesen der Meditation (Sanskrit: dhyāna n. „Meditation, Versenkung, Nachsinnen“) ist das zur Ruhe Bringen der Gedanken im Geist. Der Kopf wird leer und kommt in den Genuss vollkommener Stille. Wie in einem Tiefschlaf findet der Körper in einen angenehm entspannten Zustand, während der Geist hellwach bleibt.

„Meditation ist ein Abenteuer — das größte, in das der menschlichen Geist sich stürzen kann. Meditation heißt: einfach da sein, ohne irgend etwas zu tun — keine Handlung, keine Gedanke, keine Gefühlsregung. Du bist.

In der Meditation finden wir durch beständige Praxis in einen Bewusstseinszustand, der frei von Gedanken, Sorgen oder Verpflichtungen ist.

Für den Start in die Meditation ist das Wesentliche, dass du dich nicht unter Druck setzt – es muß nicht alles perfekt sein!

Es hilft, einen ruhigen Ort, den findest du hier bei uns im „Bergkristall“!

Wenn Geräusche aufkommen, nimm sie einfach wahr, ohne sie zu bewerten. Wir beginnen mit kleinen Meditationseinheiten die wir dann langsam steigern. Die beste Zeit für die Meditation ist der frühe Morgen oder die Abenddämmerung.

Die heilende Kraft der Atmung

Spielt eine ganz entscheidende Rolle in der Meditation und kann uns dabei helfen Stress und die Anforderungen des Alltags einfach weg zu atmen und tiefer bei uns selbst anzukommen.

Da unser Nervensystem unsere Atmung übernimmt, atmen viele Menschen oft unbewusst. Bewusstes Atmen jedoch führt ganz automatisch dazu, dass wir leistungsfähiger sind, weniger anfällig für Stress und unseren Blutkreislauf mit mehr Sauerstoff versorgen. Da unser Atem außerdem eng mit unseren Emotionen verknüpft ist, haben wir mit der Atmung ein mächtiges und heilendes Werkzeug.

Die regelmäßige Atempraxis wird im Yoga und in der Meditation als Pranayama bezeichnet. Bei den Atem-Übungen geht es um das achtsame Vertiefen und die Regulierung der Atmung. Ziel eines jeden Pranayamas ist die Zusammenführung von Körper und Geist und die Beeinflussung unserer Atmung.

In der Meditation lernen wir durch Konzentration den zerstreuten Geist wieder zu organisieren. Dein Kopf wird immer wieder versuchen, dich abzulenken. Yogis vergleichen diesen Anfängergeist mit einem jungen Hundewelpen, der verspielt hinter jedem Gedanken hinterherläuft. Auch der Affengeist, der von Ast zu Ast springt, ist ein häufig verwendetes Bild.

Kehrt Ruhe im Geist ein, kehrt auch Ruhe im Körper ein. Durch die Meditation finden wir zurück in einen balancierten Raum.

Besonders intensiv wird die Meditation auch dank der Kombination mit Mudras – Handpositionen durch die Energiekreisläufe im Körper geschlossen oder bestimmte Areale im Gehirn stimuliert werden. In seiner einfachsten Form etwa durch das in allen Yogastilen verbreitete Pranam Mudra: mit den Händen aneinander gelegt, die Daumen am Brustbein, verbinden sich linke und rechte Hemisphäre, negativer und positiver Pol, was vorher überwog, findet Balance – der Vagusnerv wird sanft stimuliert, es öffnet sich dieser neutrale Ort. In dir.

Kundalini Mantren sind nämlich mit das Wunderbarste, das du deiner Seele schenken kannst. Mantren wirken auf Körper, Geist und Seele.

Singst du selbst, kommt jede Zelle in dir zum Schwingen (Klang ist nun mal Schwingung) und es entsteht, was die Yogis Naad nennen: Ein Klangstrom, der deinem Herzen und deiner Seele entspringt. Klang ist eine Form von Energie, die wir nutzen und leiten können, wie unseren Atem.

Denkst du hingegen das Mantra nur, ist dein Köpfchen gerade beschäftigt genug, um nicht mehr die automatisierten Gedankenschleifen zu drehen, die, lange genug unbeaufsichtigt, in uns Unruhe, Angstzustände und Nervosität auslösen können. Mantras wirken auf Körper, Geist und Seele: Herzschlag und Blutdruck verringern sich erwiesenermaßen, die Gedanken werden aus ihren unproduktiven Ketten befreit und in dir wird es stiller – damit du zwischendurch auch deine Seele hören kannst.

Und um die geht es schließlich, deine Seele, dein wahres Selbst, dein „Sat Nam“.

Das Wichtigste ist, ausprobieren und dran bleiben.

Zitat von Yogi Bhajan:

„Meditation is your first habit. Every human should meditate to keep the mind clean. Meditation is nothing but cleansing the mind through a process.“

„Meditation ist deine erste Gewohnheit. Jeder Mensch sollte meditieren, um den Geist sauber zu halten. Meditation ist nichts anderes, als den Geist durch einen Prozess zu reinigen.“

In diesem Sinne komme vorbei, probiere es aus. Du wirst sehen, dass diese Form von Meditation mit teilweise kraftvollen Einheiten, dich in deinem Prozess Best möglichst unterstützen werden.

Ich freue mich auf Dich!

Bergkristall - Yogastudio - Idar-Oberstein